Wie Wiederaufforstung zum Klimaschutz beiträgt

Ohrenbetäubender Lärm von Kettensägen und erderschütterndes Krachen. Wieder stürzt ein Riese in die Tiefe.

Abholzung in Zahlen

Täglich werden weltweit über 40 Millionen Bäume gefällt – gut 15 Milliarden Bäume, die jährlich verschwinden, wie der WWF ermittelte.

Das entspricht als Fläche 35 Fußballfeldern pro Minute!

Pro Jahr werden weltweit ca. ca. 25 Millionen Hektar Baumbestand abgeholzt – für die Nutzung des Rohstoffes und zur Landgewinnung. Etwas die Hälfte davon kommt aus tropischen Ländern.

Obwohl es laut einer Studie der Yale Universität in den USA weltweit einen Baumbestand von über 3 Billionen Bäumen gibt, wurde bereits mehr als die Hälfte der natürlichen Wälder vernichtet.

In Deutschland spielt beim Abholzen von Waldflächen nicht nur die Nutzung eine große Rolle, sondern auch der Zustand der Wälder. Laut Waldbericht sind in deutschen Wäldern nur noch 20% der Bäume gesund.

Im Jahr 2021 wurden 83 Kubikmeter Holz gefällt, davon waren 50,5 Kubikmeter Schadholz.

 

Wälder als Klimaschutz

Diese Entwicklung ist mehr als bedenklich.

Denn Wälder spielen für unser Klima eine entscheidende Rolle. Schließlich wandeln Bäume CO2 in Sauerstoff und Kohlenstoff, der dann in ihrem Holz gespeichert wird.

Schätzungen zufolge sind im gesamten Waldbestand der Erde ca. 4,4 Milliarden Tonnen CO2 gespeichert.

Pro Jahr kompensiert ein ausgewachsener Baum in etwas 10 kg CO2 – die genaue Menge ist abhängig von der Art des Baumes, des Alters und der Größe.

So binden Buchen z. B. mehr CO2 als Fichten.

Der große Nutzen von Bäumen und Wäldern hat zu einem großen Aufforstungs-Trend geführt.

Selbstverständlich ist es wichtig, dass Bäume, die gefällt werden, nachgepflanzt werden.

Dennoch ist die Aufforstung kein Allheilmittel gegen den Klimawandel. Genauso wichtig ist es, wertvolle Waldbestände zu erhalten und weiterhin den CO2 Ausstoß zu reduzieren.

Wenn es um Aufforstungsprojekte geht, gilt es allerhand zu beachten.

 

Aufforstungsprojekte brauchen Kompetenz

Die Aufforstung von Wäldern ist alles andere als trivial.

Wer Aufforstungsprojekte unterstützen möchte, sollte sich daher gut informieren, welcher Art die Projekte sind und ob diese auch wirklich förderlich sind für die Umwelt.

Bei einheimischen Projekten geht es vor allem darum, neue Flächen zu erschließen. Für Waldflächen, die z.B. aufgrund von Sturm oder Insektenschäden abgeholzt wurden, bekommen die Waldbesitzer ausreichend staatliche Förderung. Hier ist ein zusätzliches privates Engagement nicht notwendig.

Weiterhin gilt es, bei Aufforstungsprojekten einige wichtige Faktoren zu beachten:

 

Zeit und Pflege

Damit ein Baum in der Lage ist, Kohlendioxid und Abfallstoffe aus der Luft zu binden, muss er wachsen. Je älter ein Baum wird, desto mehr CO₂ kann er aufnehmen. Daher benötigt ein Baum, nachdem er gepflanzt wurde, mehrere Jahre, ehe er seine positive Wirkung auf das Klima voll entfalten kann. Zusätzlich muss ein Baum auch mit Wasser und Pflegemaßnahmen versorgt werden, um wachsen zu können. Bei Aufforstungsprojekten ist daher darauf zu achten, dass diese Pflege auch sichergestellt wird.

 

Eignung der Bäume

Bäume variieren in ihrer Fähigkeit, CO2 zu speichern. Eine Fichte nimmt zum Beispiel weniger davon auf als eine Kiefer, eine Eiche oder eine Buche. Da sich die klimatischen Bedingungen durch den Klimawandel ändern, ist es notwendig, den geeigneten Baumtyp für verschiedene Böden und Regionen regelmäßig zu überprüfen. In Deutschland eignen sich nach wie vor die einheimischen Sorten am besten dafür, wie z. B. Eichen, Rotbuchen, Berg- und Feldahorn oder Eschen.

 

Mischwälder statt Monokulturen

Mischwälder sind effizienter bei der Speicherung von CO₂ als Monokulturen und weniger anfällig für Schädlingsplagen wie den Borkenkäfer. Aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit sind Mischwälder auch besser in der Lage, Wetterphänomenen wie Stürmen standzuhalten. Deswegen ist es wichtig, aus Klimaschutzgründen nicht einfach Baumplantagen mit einzelnen Baumarten aufzuforsten, sondern wirklich Mischwälder anzulegen.

 

Gezielte Prüfung, wo gepflanzt wird

Wälder sind nicht die einzigen Flächen, die dazu beitragen, CO₂ zu binden. Laut BUND sind beispielsweise Moore weltweit in der Lage, doppelt so viel Kohlenstoffdioxid zu speichern als Wälder. Sie sind für die Erhaltung der Artenvielfalt auf der Erde daher unerlässlich und müssen unbedingt geschützt und renaturiert werden. Grundsätzlich sollten diejenigen Böden, die Kohlenstoff enthalten, nicht neu bepflanzt werden, sondern ihr Zustand so weit wie möglich erhalten bleiben. Daher ist bei der Auswahl von Aufforstungsprojekten auch darauf zu achten, welche Flächen hier bepflanzt werden sollen.

 

Kosten für Wiederaufforstung

Wiederaufforstung ist teuer.

Das Bepflanzen eines Hektars mit Laubbäumen kostet zwischen 10.000 und 12.000 Euro. Auch wenn es in Deutschland hierfür beispielsweise Förderungen gibt, reichen diese längst nicht aus.

Deshalb gibt es zahlreiche Initiativen, die sich der Wiederaufforstung und dem Pflanzen von Bäumen widmen.

Einige wollen wir hier kurz vorstellen..

 

Projekte zur Wiederaufforstung

Primaklima

Primaklima ist seit etwa drei Jahrzehnten bestrebt, Wälder zu schützen und zu vermehren und betreut derzeit Aufforstungsprogramme auf vier verschiedenen Kontinenten. Die Organisation kooperiert dazu mit erfahrenen Forstwissenschaftlern und besucht die Projekte, wie sie selbst erklärt, in regelmäßigen Abständen.

 

Bergwaldprojekt

Der Bergwaldprojekt e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Wald, insbesondere den Bergwald und die Kulturlandschaften, zu schützen, zu erhalten und zu pflegen. Dieses Projekt wurde schon 1987 gegründet und im letzten Jahr wurden ungefähr 272.000 Bäume in deutschen Wäldern gepflanzt.

 

Plant my Tree

Plant-my-Tree fördert vorwiegend Aufforstungsprojekte in Deutschland. Es richtet sich an private Verbraucher und Unternehmen, die Partner der unternehmenseigenen Stiftung werden können. Das Unternehmen verfolgt einen nachhaltigen Ansatz bei der Baumpflanzung auf geeigneten Flächen. Diese Pflanzprojekte sollen über mindestens 99 Jahre andauern und mit keinerlei Abholzung oder wirtschaftlicher Nutzung verknüpft sein.

 

Unser Beitrag von Natureich

Als Hersteller von hochwertigem Holzspielzeug ist es uns ein besonderes Anliegen, den Artenraum Wald zu schützen und zu erhalten.

Deshalb achten wir darauf, dass wir unser Holz nur aus nachhaltigen Quellen beziehen.

Und selbstverständlich unterstützen wir auch Aufforstungsprojekte.

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