Schulanfang – ein einschneidender Tag für alle

Die Schule geht wieder los

Irgendwie wohnt ihm einfach ein besonderer Zauber inne: dem ersten Schultag nach den Sommerferien! Eine fast endlose Zeit der Freiheit, unvergessliche Erlebnisse im Ferienlager oder am Badesee, viele leckere Kugeln Eis – das alles soll nun wieder dem Ernst des Lebens weichen. Für uns Eltern ist der Tag meist auch mit purem Stress verbunden. Der Schulanfang ist da – was wird benötigt? Was genau braucht man heuer? Die Liste der Hefte, Blöcke und Umschläge, die von der Schule als Vorgabe verteilt wird, ist ja gefühlt in jedem Jahr anders. Und wird sich das Kind gut in der neuen Klasse einleben? Was, wenn es keine Freunde findet? Tatsächlich sind Eltern vor dem Schulbeginn meist nervöser als ihre Kinder. Wir wissen, wovon wir sprechen!

 

Wie meistere ich den ersten Tag nach den großen Ferien

Fest steht: mit dem ersten Schultag nach den Ferien beginnt immer eine Art neuer Lebensabschnitt. Nach den langen freien Wochen bedeutet er eine Umstellung für die ganze Familie.

 

Gewohnheitstier Mensch

Nicht nur dein Kind muss pünktlich aufstehen und pünktlich zum Bus. Auch dein Tagesablauf muss nun wieder ganz genau an den deines Kindes angepasst werden. Bevor die Kaffeemaschine surrend deinen sowas von verdienten ersten Cappuccino des Morgens mahlt, du langsam deinen Rechner hochfährst und mit den ersten e-Mails startest, liegt bereits ein echter 6:30-Showdown aus Pausenbrote schmieren, an den Turnbeutel denken und panischen „schnell, der Bus kommt schon“-Anfeuerungen hinter dir. In Panik verfallen sollten wir deshalb nicht, bagatellisieren sollten wir die Sache aber auch nicht. Denn weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist, fallen uns Umstellungen anfangs nie leicht.

 

Tag gut vorstrukturieren

Es ist daher sinnvoll, sich bereits in den letzten zwei Ferienwochen auf den großen Tag vorzubereiten: Kaufe in Ruhe alle Schul-Utensilien ein, nicht erst auf den letzten Drücker. Strukturiere deinen Alltag bereits nach und nach um, nicht erst mit dem ersten Schultag. So bist du an die neuen Abläufe bereits gewöhnt und empfindest sie nicht mehr als so stressig. Stell den Wecker ruhig schon in den letzten zwei Ferienwochen um die später erforderliche Uhrzeit. Mach deine Einkäufe nicht mehr abends, sondern strukturiere deinen Tag so, dass du morgens zum Supermarkt in Schulnähe gehst und sie quasi auf dem Weg erledigen kannst. Lege deine Meetings und Zoom-Konferenzen auf Uhrzeiten, die du künftig gut schaffst, wenn du vorher noch das Kind zur Schule bringen musst.

 

Mathe

Allererster Schultag

Der allererste Schultag ist natürlich noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Für dein Kind ist das einer der einschneidensten und unvergesslichsten Tage überhaupt. Und für dich? Du meine Güte, wie lange ist der eigene erste Schultag her? Und wie schnell die Kinder doch groß werden? Ist es wirklich schon soweit? Während der Nachwuchs die Einschulung als riesiges Abenteuer erlebt, ist sie für Eltern oftmals eine emotionale Achterbahn. Du könntest platzen vor Stolz, andererseits macht es dich irgendwie sentimental. Vollkommen verständlich, denn der Schulweg ist tatsächlich der erste kleine Abnabelungsschritt deines Kindes. Zum ersten Mal geht es ein Stück weit seiner eigenen Wege.

 

Die Einschulung feierlich gestalten

Der erste Schultag sollte daher den höchsten Stellenwert überhaupt haben. Was machen am ersten Schultag? Was anziehen am ersten Schultag? Und was schenken am ersten Schultag? Tatsächlich solltest du all diese Fragen ernst nehmen. Mal abgesehen davon, dass beide Elternteile geschlossen mit dem Kind im Klassenzimmer stehen sollten, spielen all diese Punkte eine wirklich wichtige Rolle. Gestaltet den Schulanfang feierlich! Zieht euch schön an, geht mittags zur Feier des Tages die Lieblingspizza essen und sucht eine Schultüte aus, die gefühlt drei Mal so groß wie das eigene Kind ist.

 

Schultüte und Schulranzen

Neben dem ersten Schulranzen ist die Tüte das, was wirklich unvergesslich bleibt. Ihr Inhalt sollte daher Freude machen. Klar, das Dings randvoll mit Süßigkeiten stopfen, fühlt sich irgendwie blöd an. Aber pädagogischer Kram bewirkt beim Nachwuchs eher enttäuschte Augen. Ideal sind daher Spielsachen, die Spaß und Sinn in einem machen: nachhaltiges Holzspielzeug ist hier ein guter Tipp - ein Mathe-Puzzle, mit dem spielerisch Rechnen geübt werden kann oder Zahlenbausteine aus Holz beispielsweise. 

 

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Schulranzen und Schultüte sollten übrigens immer mit dem Kind zusammen ausgesucht werden. Je lieber es seinen Schulranzen mag, desto lieber macht es sich damit auch auf den Schulweg. Plane den Kauf also daher weit vor Schulbeginn ein, damit ihr genügend Zeit habt, auszuwählen

 

Schulwechsel

Eine besondere Situation stellt immer auch der erste Schultag an einer neuen Schule dar. Der erste Tag am Gymnasium oder nach dem Umzug in einer ganz anderen Stadt. Nachvollziehbar, dass du am liebsten mit deinem Kind mitgehen und vor Ort neue Freunde akquirieren würdest. Bewahre aber auch hier die Ruhe! Je gelassener du auf dein Kind wirkst, desto besser wird es sich eingewöhnen. Sprich im Vorfeld mit deinem Kind – was belastet es, worauf freut es sich, welche Fragen hat es möglicherweise zur neuen Schule? Suche auch unbedingt vorab ein Gespräch mit dem neuen Klassenlehrer bzw der neuen Klassenlehrerin, besonders wenn ihr neu in eine Stadt gezogen seid. So schaffst du bereits vor Schulbeginn ein wenig mehr Vertrauen und kannst selbst auch beruhigter sein, wenn du merkst, dass die Lehrkraft ja sehr nett ist.

 

Was am Ende bleibt, ist das Lampenfieber

Mal ehrlich: Du kannst diesen Tag noch so gut vorbereitet haben, spätestens am Vorabend bevor die Schule wieder losgeht, kommt das Lampenfieber. Dein Kind spricht schon seit Tagen von nichts anderem mehr und auch du wirst so ein bisschen nervös. Unser Tipp: lasst euch davon nicht verrückt machen, sondern zelebriert das! Lampenfieber ist etwas Wunderbares, denn es macht das Leben prickelnd und aufregend. Geht zusammen noch ein letztes Sommerferien-Eis essen und sprecht dabei über den ersten Schultag. Erzähl doch deinem Kind einfach, wie das bei dir war und was dir in toller Erinnerung geblieben ist. Die Aufregungen und Ängste waren damals schon die gleichen wie heute. Das zu hören bestärkt dein Kind darin, dass alles gut wird und vor allem, dass es von dir verstanden wird.

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