Die kindliche Entwicklung des Gehirns – Teil 2 Gehirnentwicklung von der Grundschule bis zum Teenager

 

In den ersten Lebensjahren bildet sich der grundsätzliche Aufbau des Gehirns aus, der bis zur Grundschule etwa abgeschlossen ist. Doch jetzt beginnt eine weitere spannende Phase, in der sich unser Gehirn weiter qualifiziert.

Das passiert mit unseren Kindern, während der ersten Schuljahre im Kopf

Bis zum 12. Lebensjahr wächst das Gehirn weiter. Die graue Hirnsubstanz nimmt im hinteren Bereich zu. Damit verbunden ist eine Steigerung der räumlichen Vorstellungskraft. Das Kind lernt, sich in seiner Umgebung zu orientieren. Sein Aktionsradius vergrößert sich. Auch die sprachliche Entwicklung schreitet weiter voran.

Das Prinzip „use ist or loose it“ gewinnt ab etwa 10 Jahren an Bedeutung. Alle Synapsenverbindungen, die nicht gebraucht werden, werden wieder entfernt, vielbenutzte dagegen verstärkt. Das Gehirn optimiert sich. Dennoch können wir bis ins hohe Alter immer neue Synapsen ausbilden und verbinden. Der Mensch lernt sein ganzes Leben.

Einen Vorteil haben Kinder, die in frühen Jahren einen soliden Grundstock an Fähigkeiten und Eindrücken gesammelt haben. Darauf wird mit zunehmendem Alter aufgebaut. Es ist für das Kind einfacher auf vorhandenen Strukturen zuzugreifen als diese neu auszubilden. In den ersten 10 Lebensjahren werden zudem einfacher Verbindungen geschaffen. Für Eltern bedeutet das, dass es für Kinder gut ist, früh viele Dinge auszuprobieren. Musik, Bewegung, Rechnen, Malen all das können Kinder in den ersten Lebensjahren ausprobieren und sich im Laufe des Lebens spezialisieren.

Lesen Sie in unserem ersten Teil: das frühkindliche Gehirn

 


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